Apfelwoche? Bastelwoche!

Auch jenseits der Karl-Apfel-Straße gibt es rund um den Apfel Bastel-Ideen zuhauf. Den Beweis trat zunächst am Mittwoch das Jugendhaus „M“ an. Dort wurden zuerst Apfelrosen im Blätterteig gebacken und verspeist. Danach ging es frisch gestärkt ans Drucken von Apfeltaschen:

aw16_apfeltasche

Weiter hoch Richtung Albtrauf, in Öschingen nämlich, gab es noch am selben Tag, aber auch am Donnerstag die Gelegenheit, bunten Apfelherbstschmuck herzustellen. Im Atelier von Tempus-floret konnten Kinder wie Erwachsene aus Naturmaterial wie Zieräpfel, Buchs oder Moos kreative Dekorationen erstellen. Zum Beispiel so:

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Da lohnt der Blick aufs Detail:

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Selbsttest

Wie einfach ist es eigentlich, 3D-Streuobstbilder zu machen? Ein Selbsttest ergab: Sehr einfach.

Beim Stückle des Netzwerks Streuobst, Tafel 5 am Panoramaweg

Beim Stückle des Netzwerks Streuobst, Tafel 5 am Panoramaweg

Auf den Flächen für das Patenschaftsprojekt myBäumle.de, das am 2.10.2016 online geht

Auf den Flächen für das Patenschaftsprojekt myBäumle.de, das am 2.10.2016 online geht

Wie das ganze dann in 3D aussieht, kann man auf dem Apfelfest anschauen.

Streuobstwiese 2.0 in 3D

Stets innovativ sind die Apfelwochenbeiträge der Jugendpflege Mössingen. Letztes Jahr installierten Jugendliche einen neuen Geocache-Parcours (eine Art elektronische Schnitzeljagd) in den Mössinger Streuobstwiesen und veranstalteten eine QR-Code-Rallye auf dem Apfelfest. In diesem Jahr wird der letztjährige Geocache „gepimpt“ und ebenfalls auf dem Apfelfest vorgestellt.

geocache-box_250Dazu haben sich Thomas Häußler und seine Truppe eine weitere Idee einfallen lassen, die mit modernster Mobil-Technologie arbeitet. Sie wollen den neuen Geocache ablaufen und, so Häußler, „an bestimmten Stellen 360 Grad-Bilder machen. Dann kann man den Cache virtuell bei uns am Apfelfest-Stand ablaufen. Wir hängen dazu eine Karte vom Cache auf und markieren die einzelnen Punkte auf der Karte, an denen mit der 3D-Brille etwas zu sehen ist. Selbiges wollen wir auch mit anderen Punkten in der Natur rund um Mössingen machen. Wir werden im Zeichnungsbüro bei der Stadt eine Umgebungs- oder Flurkarte von Mössingen vergrößern lassen und da dann Punkte eintragen, von denen wir Bilder haben.“

In diesem Zusammenhang sucht die Jugendpflege schon jetzt Mitmachwillige, die entweder „prägnante Streuobst-Orte“ vorschlagen oder am besten selbst dort hingehen und ein 3D-Bild machen. Diese Bilder werden dann von der Jugendpflege auf der Karte zusammengestellt und können mithilfe einer 3D-Brille am Apfelfest-Stand der Jugendpflege am 2.10. angeschaut werden. So gelangt man auf dem Apfelfest stehend virtuell an Streuobst-Orte rund um Mössingen.

Die 3D-Brillen selber werden aus alten Bag-in-Box-Kartons zusammengebastelt. Vielleicht riecht ja der eine oder andere noch nach Apfelsaft, umso besser!

Damit jede und jeder mitmachen kann, hat Thomas Häußler gleich eine Bedienungsanleitung mitgeliefert:

cardboard-camera

  1. Die kostenlose App „google cardboard camera“ herunterladen. Im Normalfall klappt das mit allen Android-Smartphones ab Version 4.4. Das Ganze funktioniert seit wenigen Tagen auch mit einem iPhone (ab iOS 8.0).
  2. Dann die Kamerafunktion der App aktivieren und ein „Rund-um-Photo“ machen. Das heißt den Kamera-Button drücken und sich mit dem Smartphone in der Hand einmal vollständig um die eigene Achse drehen. Danach braucht es rund 30 Sek. bis das Bild in dem Format gespeichert/umgewandelt ist.
    (Bei den nächsten Schritten empfiehlt es sich, in einem WLAN-Netzwerk angemeldet zu sein:)
  3. Auf das „Teilen“-Symbol drücken und „Mail“ auswählen. Dieser Schritt kann dauern, denn das Bild muss nun hochgeladen werden.
  4. Die Mail mit Angabe des Ortes, an dem die Aufnahme gemacht wurde (evtl. GPS-Koordinaten) und dem in der Mail befindlichen Bild (oder einem Link zum Bild) an die Adresse apfelfest.moessingen@gmail.com schicken. So landet das Bild bei der Jugendpflege und kann dann in die Karte eingepflegt werden.

Bild iPhone: Von Rayukk in der Wikipedia auf Englisch, CC BY-SA 3.0

Auf der Höhe der Zeit

„Kuh was?“, wird mancher fragen, der von der neuesten Apfelwochen-Idee erfährt. „QR-Code“, werden wir dann geduldig wiederholen, denn nicht jeder Apfelfreund ist technik-affin genug für diese Technologie. Andererseits hat heute Hinz und Kunz ein Smartphone, und dieses kann ebensolche QR-Codes lesen. Machen Sie doch selbst den Test:

qrcode

Wenn Sie diesen QR-Code lesen können, haben Sie schon einen Vorsprung, denn Sie wissen a. worum es geht und b. dass Sie auch alle weiteren QR-Codes lesen können, die Sie benötigen, um das Rätsel zu lösen, das beim Apfelfest samt Preisen auf Sie wartet.

Die reizende Idee zu dieser „QR-Code-Rallye“ hatte die Jugendpflege Mössingen und alles weitere erfahren Sie an deren Stand beim 9. Mössinger Apfelfest am 4. Oktober 2015.