Nachtrag 3: Tell Wilhelm, I shot the Sheriff!

Noch eine kleine Bildergeschichte, aufgenommen bei Albatros Spielwaren und Geschenke in der Karl-Jaggy-Straße. Junge Willi Tells fiebern der Apfelwoche entgegen, denn dort dürfen Sie mit der Armbrust nach Herzenslust auf Äpfel schießen. Die Puppe dort nimmt’s gelassen, der Apfel musste des öfteren ausgetauscht werden.

Wilhelm-Tell Woche 1: Puppe mit Apfel wartet auf Schuss

Schieß doch! (Bild: Christian Wöhrl)

Wilhelm-Tell Woche 2: Konzentriertes Kind mit Armbrust

Konzentration, Willi! (Bild: Christian Wöhrl)

Wilhelm-Tell Woche 3: Pfeil verlässt die Armbrust

Bazinga! (Bild: Christian Wöhrl)

Wilhelm-Tell Woche 4: Kind freut sich

Hurra, getroffen! (Bild: Christian Wöhrl)

Nachtrag 2: Verfilzt und zugenäht

Apfelwochenmittwochnachmittags war Filzzeit im Mütter- und Familienzentrum. Zungen in den Mundwinkeln signalisierten höchste Konzentration bei den vielen Kindern, die zum Apfelbastelangebot des „MüZe“ gekommen waren.

Apfelfilzen

Apfelfilzen im MüZe

Was dabei herauskam, würde sich auf jedem Kunsthandwerkermarkt prächtig verkaufen: wunderbare Apfelminiaturen aus Filz.

Filzäpfel

Filzäpfel im MüZe

Nachtrag 1: Marktforschung

Äpfel auf dem Wochenmarkt

„Wie schmeckt der?“ – „Was isch des für oiner?“ – „Für was nemmt mr den?“
Beim Markttreiben am Freitag der Apfelwoche wurde diesmal eifrig geforscht. Dabei half die vorbildliche Beschriftung, vor allem aber das fundierte Wissen der Marktfrau und ausgebildeten Fachwartin am Marktstand. Probieren musste aber jeder selber, welcher Apfel vom Biolandhof Eissler am besten zu ihm passt.

Marktstand Biolandhof Eissler

Apfelfest 2013

Grau und wolkenverhangen präsentierte sich der Erntedanksonntag in Mössingen, nachdem die Apfelwoche einen meist goldenen Oktober erwischt hatte. Aber an diesem 6. Oktober 2013, dem Tag des Mössinger Apfelfests, sollte sich die Sonne kein einziges Mal zeigen. Dafür strahlten Kindergesichter um die Wette – egal ob beim Baumklettern oder beim Äpfelangeln. Bunte Akzente setzten die vielen Verkaufsstände im Pausa-Quartier mit Streuobstprodukten und Handgemachtem.

Baumklettern

Baumklettern – kinderleicht! (Bild: Christian Wöhrl)

Apfelherzlich

Apfelherzlich bunt (Bild: Christian Wöhrl)

Zuvor waren schon über 100 Läufer und Walker zum zweiten Mössinger Apfellauf aufgebrochen, bei Nieselregen, durch nasse Streuobstwiesen und auf glitschigem Untergrund bis hoch zum Dreifürstenstein. Auch hier nur fröhliche Mienen, besonders bei den von weiterher angereisten Sportlern: „Schön habt ihr es hier in Mössingen. Aber nächstes Mal wollen wir auch den Panoramablick genießen!“

In der denkmalgeschützten Tonnenhalle wärmte sich der eine oder die andere mit einem kuchenbegleiteten Kaffee auf und warf einen Blick auf das Zeppenfeldsche Spinnrad oder die trotz des obstarmen Herbstes besonders umfangreiche Birnen- und Apfelsortenausstellung. Gäste aus dem Norden hatten sogar ferne Sorten wie den „Holsteiner Cox“ mitgebracht. Im hinteren Bereich der Tonnenhalle wurde gehämmert, geschraubt und gewerkelt: Steffen Gotters „Apfelzapfelkipfelkapfel“ war ebenso gut besucht wie der Dörrobstapparate-Workshop der BürgerKünstler oder die Angebote des Spielmobils. Ringsum präsentierten Kindergärten und Schulen die Ergebnisse ihrer Apfelprojekte.

Apfelsortenausstellung

Obstspalier in der Pausa-Tonnenhalle (Bild: Christian Wöhrl)

Draußen auf dem Löwensteinplatz setzte der Blätterwald der Baumschule Rall grüne Akzente, während nebenan Rollblitz geübt und Sensen gedengelt wurden. Gegessen und getrunken wurde sowieso die ganze Zeit. Ob Stockbrot oder Dinnede, ob Wurst oder Fleisch: Keiner stand hungrig herum, wenn ein neuer Programmpunkt angesagt wurde. Auch hier war Vielfalt angesagt: Quenstedtschüler stellten ihr neues Buch vor, die Bigband der Jugendmusikschule jammte, Schulklassen rappten und Dieter Schneider verkündete den Gewinner der Apfelschätzaktion.

Bigband

Pausa-Posaune (Bild: Christian Wöhrl)

Unterdessen schob sich eine Blechlawine von Autos mit unterschiedlichsten Kennzeichen durch Karl-Jaggy-Straße und Bahnhofstraße – nur beim Volksbankkreisel unterbrochen durch einen ebensolchen Fußgängerstrom, der das Apfelfest mit dem 2013 erstmals ausgerichteten Regionalmarkt verband.

In der Volksbank warteten auf die Besucher Getränke und die Apfelbilder-Ausstellung der Mössinger Künstlerin Jasmine Diez, die dieses Jahr das Erscheinungsbild der Apfelwoche prägten. Bahnhofstraßenaufwärts schloss sich der Regionalmarkt des Handels- und Gewerbevereins Mössingen an. Dieser erste Versuch eines solchen Marktes in Mössingen darf getrost als Erfolg gewertet werden: Die Lücken, die sich in diesem Jahr durch einige kurzfristige Absagen noch auftaten, werden sich 2014 sicherlich schließen. Dafür gab es PS- und zugkräftige Highlights rund um Marktplatz und Merzareal: Apfelbaggern und Kranfahrten auf 30 Meter Höhe über Mössingen machten nicht nur den Kindern Spaß.

Apfelbaggern

Apfelbaggern (Bild: Christian Wöhrl)

Zusammen mit der eröffnenden Apfelwoche und dem verkaufsoffenen Sonntag in ganz Mössingen machten Apfelfest und Regionalmarkt aus einem trüben Tag ein erlebnisreiches Event für jung und alt. Wiederholung: unbedingt!

Netzwerk Streuobst

Der Netzwerk-Stand (Bild: Christian Wöhrl)

Nasse Füße

Er läuft nicht nur ausdauernd, er schreibt auch noch schnell: Dieter Schneider von der LG Steinlach lieferte schon am Sonntag abend seinen bebilderten Bericht vom 2. Mössinger Apellauf ab. Hier ist er:

2. Mössinger Apfellauf und Apfelwalking:
Nasse Füße – fröhliche Gesichter – gute Stimmung

Heftige Regenfälle in der Nacht und Schauer bis kurz vor dem ersten Start am Sonntagmorgen (6. Oktober) haben 111 Läufer und Walker nicht von der Teilnahme am 2. Mössinger Apfellauf und Apfelwalking abhalten können. Schon kurz nach acht Uhr kamen die Ersten, um sich an Start und Ziel auf dem Löwensteinplatz am Pausagelände für die Läufe anzumelden. So sind sie halt, die Outdoor-Sportler. Und bereut hat es niemand. Von der 5 km Walking Einsteigerrunde bis zum höchst anspruchsvollen Halbmarathon mit Berglaufcharakter und „Zusatzschleife“, jeder konnte nach seinem Geschmack das für ihn Passende auswählen. Fröhliche Gesichter unterwegs und im Ziel zeigen, dass es gepasst hat. Viel Lob gab es für die landschaftlich wunderbaren Strecken, die manchen zum Wiederkommen animierten. Ebenso für die Führung der Gruppen durch die Betreuer der LG Steinlach und die Streckenverpflegung. Alleine die sonst so herrliche Aussicht blieb imaginär. Von den Höhen des Dreifürstensteins aus war die Welt rund herum ein graues Meer.

Rechtzeitig zum morgendlichen Start des Halbmarathons hatten die Regenfälle der Nacht aufgehört. 46 gut trainierte Läuferinnen und Läufer machten sich in der feuchten, sauerstoffreichen Luft auf die ca. 21,1 km Distanz mit über 750 Höhenmetern – und manche legten am Ende zur Vorbereitung auf einen Marathonlauf noch eine Extraschleife dazu. Der Premiumwanderweg Dreifürstensteig ist an sich schon eine Herausforderung. Bei dem rutschigen Untergrund hoch zum Dreifürstenstein und am Albtrauf entlang zum Hirschkopf war beim Apfellauf am Sonntag zudem neben guter Kondition auch Konzentration und diszipliniertes Laufen gefragt, um nicht ungewollt Körperkontakt mit dem Untergrund zu bekommen. Auch diese besonderen Bedingungen wurden bestens gemeistert – und schließlich ging es beim Apfellauf nicht um Sekunden oder Platzierungen, sondern um Sport in der Gemeinschaft und gemeinsames Ankommen.

Apfellauf 1

Grauer Himmel, bunter Dress: Am Start auf dem Löwensteinplatz

Das galt natürlich auch für die 11 km Streuobstwiesenstrecke über den Panoramaweg und die Linsenhalde Richtung Ziegelhütte. Zwei harmonische Gruppen mit 35 Teilnehmern waren hier unterwegs. Auch manch wassergeschöpfte Laufschuhe auf den Wiesenwegen konnten die gute Stimmung nicht trüben.

Beim Nordic Walking war vor allem die längere 10,5 km Strecke gefragt. Mit flotten Schritten und beherztem Stockeinsatz ging es auch hier durch die Mössinger Streuobstwiesen und mit einem fröhlichen Lachen zurück zum Ziel auf dem Pausagelände. Für Einsteiger und die regelmäßigen Teilnehmer an der LG Steinlach-Aktion „3.000 Schritte EXTRA – Mitgehen am Dienstag“ wurde zusätzlich eine kürzere 5 km Walking-Strecke in diesem Jahr neu angeboten.

Apfellauf 2

Nieselregen und fröhliche Gesichter: wetterfeste Outdoor-Läufer

Neben all den Bewegungsangeboten erfreute sich das Apfelschätzen großer Beliebtheit. Im Gepäckraum eines MINI Clubman war die Anzahl der Äpfel in einer Mössinger Apfelkiste zu schätzen. Für die möglichst richtige Schätzung gab es vom Menton Automobilcenter einen IPad MINI zu gewinnen. Und tatsächlich hat ein Teilnehmer aus Mössingen einen Volltreffer gelandet und die Zahl der Äpfel in der Kiste genau richtig mit 141 geschätzt. Das IPad MINI wartet auf den Gewinner.

Die LG Steinlach ist mit der Resonanz und dem Verlauf des 2. Mössinger Apfellaufs sehr zufrieden. Diese Veranstaltung im Rahmen der Mössinger Apfelwoche wird sich weiter entwickeln. Wenn sich das Wetter der Qualität dieses Lauf- und Walkingangebots im nächsten Jahr noch etwas besser angleicht, werden die Teilnehmerzahlen ganz sicher noch weiter zunehmen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern und den Sponsoren Menton Automobilcenter, Reutlingen, REWE Mössingen, Kühbauch Getränkemarkt und Hermann Streib Mosterei und Fruchtsäfte, ohne deren Unterstützung die Veranstaltung in dieser Form ohne Erhebung von Startgeldern nicht durchgeführt werden könnte.

Apfellauf 3

Trinken, trinken, trinken: Verpflegung in der Streuobstwiese

Von uns aus gibt es nur noch hinzuzufügen: Herzlichen Dank an die Profis der LG Steinlach für einen perfekt durchgeführten Apfellauf und eine reibungslose Zusammenarbeit! Am Wetter arbeiten wir noch.

Zeitmangel

Das Organisieren und Besuchen einer Apfelwoche und eines Apfelfestes bringt es mit sich, dass einem die Zeit fehlt, darüber zu berichten. Wir geloben aber, baldmöglichst so viel wie möglich nachzuholen. Dess es war eine tolle Woche mit einem bunten Programm. Und ein vollbesetztes Apfelfest trotz trübem Wetter.

Wiesenwanderwetter

Barbara ZeppenfeldWunderbares Wanderwetter erwartete 17 Kinder und 34 Erwachsene, die sich am Donnerstagmorgen am Gönninger Rathaus zur Schafwanderung einfanden. Die Pädagogin und Schaffachfrau Barbara Zeppenfeld strahlte mit der Sonne um die Wette und durfte gleich die erste von vielen noch kommenden Fragen beantworten: „Wo sind die Schafe?“
Im Pferch natürlich und eben dahin ging es auch gleich nach einer kurzen Einführung. Kaum war der Ortsrand erreicht, schon sausten die Kinder – sorgfältig auf die Heurangen achtend – Zeppenfelds schlauem Schäferhund Ronja hinterher.

Ronja und Kinder

Ronja vornedraus – die Kinder hinterher!

Autoaufkleber

Klare Autoansage

Ronja

Ronja mit Brot

Beim Pferch angelangt lernten Kinder wie Erwachsene schnell, dass Zeppenfelds „Schmuseherde“ zwar keine Scheu vor Menschen hat, aber auch, dass die Schafe ihren Platz und ihre Fluchtwege brauchen.

Neugieriges Schaf

Neugieriges Schaf

Begegnung

Begegnung

Schuhschaf

Was ist denn das?

Handschaf

Wie riecht denn das?

Und dann ging’s endlich los – zuerst durchs grüne Gebüsch und dann über die graue Straße.

Schafe im Gebüsch

Schafe im Gebüsch

Straßenquerung

Straßenquerung

Tier und Mensch

„Nicht so schnell da vorne!“ – „Nicht so drängeln da hinten!“

Kindersperre

Kindersperre

Wie bei jeder guten Wanderung gab es auch hier eine ausgiebige Rast – für Mensch wie für Tier.

Rast für Mensch

Rast an den Gönninger Seen

Rast für Tier

Auf dem Wasen darf man grasen

Happy Appleday

Die Kulturscheune wurde am Mittwoch abend Zeuge eines überaus runden Geburtstages, nämlich dem des Vortragenden. Der Komiker, Dialektiker, Musiker und Buchautor Jörg Beirer aber winkte gelassen ab, nahm noch einen Schluck Most und gab den nächsten Aphorismus zum Besten: „Sei unbequem, sonst setzt man sich auf dich drauf.“

Beirer mit Apfel

Das Publikum lauschte konzentriert, war aber auch nicht unglücklich, zwischendurch dem Liedermacher Beirer bei der Arbeit zuhören zu dürfen, ob er nun auf dem Motorrädle daherkam oder dem Eigenheimlob frönte.

Beirers Publikum

Trotzdem gab es natürlich – den extra angereisten Schlossberghexen sei Dank – auch noch ein Geburtstagsständchen samt -geschenk.

Beirer mit Hexen

Blitzroller

Rollblitzparcour

„Was isch denn dees?“, fragte sich vielleicht mancher, der am Dienstagabend die Karl-Jaggy-Straße entlangkam und vor der Firma Speidel dieses einem Apfelparcour nicht unähnliche Stück Rasen entdeckte. „Achso“, sagten sich wohl die meisten, wenn sie daneben folgende Gerätschaften liegen sahen. „Nadierlich. Heit isch jo Rollblitz-WM.“

Rollblitze

In der Tat traten hier zum zweiten Mal die weltweit schnellsten Rollblitz-Bediener gegeneinander an. Wer der schnellste Blitzroller war, wird allerdings noch geheimgehalten. Die Siegerehrung findet nämlich am Sonntag beim Apfelfest statt.