Blick zurück nach vorn

Logo der Mössinger ApfelwocheDas war sie also, die erste Mössinger Apfelwoche. Geboren aus einer flüchtigen Idee Anfang des Jahres, von Anfang an unterstützt durch die Stadt Mössingen, initiiert und koordiniert mit viel Arbeit, bedacht mit großer Resonanz und abgeschlossen mit einem großartigen Apfelfest.

Dazwischen aber lag das Entscheidende: Die Ideen, der Wille und der Einsatz vieler Mössingerinnen und Mössinger, die erkannt haben, dass sie es sind, die die Apfelwoche gestalten. Ob Lehrerin oder Unternehmer, ob Schriftstellerin oder Kulturschaffender, ob Stadtbedienstete oder Kindergartenkind, ob Gastwirt oder Vereinsvorsitzende – jeder und jede für sich hat einen Teil der Apfelwoche geprägt. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür.

Wir verstehen ihren Einsatz zugleich als Verpflichtung: Die zweite Mössinger Apfelwoche beginnt am 29. September und endet mit dem siebten Mössinger Apfelfest am 6. Oktober 2013.

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Bunte Tupfer – Impressionen von der Apfelwoche

Es dürfte wohl niemand geschafft haben, alle Angebote der Apfelwoche wahrzunehmen. Auch wir nicht. Aber ein paar Impressionen konnten wir dennoch einfangen.

Bogenschießen

Spannend: Der Apfelschuss beim Bogensportverein Steinlachtal

Apfelwoche - Bioladen

Imposant: Der prall gefüllte Verkaufsstand mit Apfelprodukten im Bioladen

Apfelzapfekipfelkapfel

Heiter: Der Apfelzapfekipfelkapfel bei Gotters Blumen

Apfeltaschenausstellung

Kaiserlich: Die Apfeltaschenausstellung in der Stadtbücherei

Creativ-Center

Kreativ: Buchapfel im Creativ-Center Strampp

Wie andere die Apfelwoche erlebten? Unsere Presseschau.

87 strahlende Regenwettergesichter

Logo des Mössinger ApfellaufsDer Bericht der LG Steinlach erreichte uns bereits gestern abend, also Stunden nach Abschluss des Apfellaufs – ein weiteres Zeichen für die hohe Professionalität, mit der hier gearbeitet wird. Und so erlebten es die Aktiven der LG Steinlach:

Beste Stimmung, freudige Gesichter und viel Lob für die Initiative und die Organisation des 1. Mössinger Apfellaufs und Apfelwalkings – und das trotz zeitweise heftigen Regens, schmieriger Wald- und Wiesenwege und völlig durchnässter Kleidung. Die waschechten Outdoor-Sportler hat das Regenwetter am Sonntag (7. Oktober) nicht abgehalten, zum erstmals von der LG Steinlach angebotenen Apfellauf und Apfelwalking auf den Löwensteinplatz an der Mössinger Pausa zu kommen. Von den 87 Teilnehmern stellten sich 25 der Herausforderung des Halbmarathons auf dem Dreifürstensteig, 25 nahmen die 11 Kilometer lange Laufstrecke durch die Streuobstwiesen unter die Füße, 24 wählten die lange Walking-Strecke mit gut 10 km und 13 Teilnehmer walkten auf der 7 Kilometer-Runde durch die Wiesenlandschaft um Mössingen. Die Organisatoren der LG Steinlach waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Die Einbindung des Apfellaufs in die Mössinger Apfelwoche und das Apfelfest sind hervorragend gelungen.

Apfellauf - Start

Walker und Läufer gemeinsam am Start auf dem Löwensteinplatz.

Ganz anders als beim Stadtlauf ging es beim Apfellauf und -Walking nicht um individuelle Zeiten und Platzierungen, sondern um Bewegung in der Gruppe Gleichgesinnter auf herrlichen Wegen am Albaufstieg. Der einsetzende, zweitweise heftige Regen hat zwar die erhofften Panoramablicke beeinträchtig, nicht jedoch die Stimmung unter den Teilnehmern. Der Halbmarathon mit gut 750 Höhenmetern hatte auf den Dreifürstenstein hinauf unzweifelhaft den Charakter eines Berglaufes und wäre schon unter trockenen Bedingungen eine besondere Herausforderung gewesen. Die rutschigen Trailpfade taten ein Übriges dazu und forderten viel Kraft und Konzentration. Umso größer war im Ziel bei den Halbmarathonies die Freude und Zufriedenheit über die bewältigte Strecke. Aber auch bei den Teilnehmern der anderen Strecken suchte man vergebens missmutige „Regenwettergesichter“. Zwar erreichten alle klatschnass das Ziel, aber dennoch mit einem Lächeln auf den Lippen. Und auch dem Computer und Drucker im Wettkampf-Pavillon vermochte der Regen nichts anzuhaben, obwohl eine Windböe das schützende Dach kurzzeitig weggefegt hatte. Mit dem Zieleinlauf konnten alle Teilnehmer bereits ihre Urkunde druckfrisch in Empfang nehmen.

Apfellauf - Dreifürstenstein

Am höchsten Punkt im Landkreis Tübingen, dem Dreifürstenstein.

Herzlichen Dank an die LG Steinlach für die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit und einen mitreißenden Apfellauf, der im nächsten Jahr dann hoffentlich nicht nur strahlende Gesichter, sondern auch eine strahlende Sonne erlebt.

PS: Viele weitere Bilder finden sich auf der Webseite der LG Steinlach und beim Schwäbischen Tagblatt.

Regen? Welcher Regen?

Beim Aufbau war es noch trocken, aber kurz darauf flogen die ersten Zelte durch die kalte Luft am Pausaquartier. Und dann kam der Regen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Läuferinnen und Läufer des ersten Mössinger Apfellaufs schon in den Streuobstwiesen unterwegs. (Dazu morgen die ersten Bilder und der feuchte Live-Bericht der LG Steinlach.)

Der Start des diesjährigen Apfelfestes stand unter so schlechten Vorzeichen, dass niemand damit gerechnet hätte, dass schon zur Mittagszeit die Pausa-Tonnenhalle aus allen Nähten platzen würde. Im Zentrum stand die gut bestückte Apfelsortenausstellung, die über Stunden von einem Zirkel vorbeidefilierender Besucher umrundet wurde.

Apfelsortenausstellung

Apfelsortenausstellung in der Pausa-Tonnenhalle

Manche hatten ihre eigenen Äpfel mitgebracht, um herauszufinden, was da auf ihrem Stückle wächst. Andere hatten ihre Kinder mitgebracht, und das aus gutem Grund: Noch nie war so viel Kinderprogramm beim auch sonst schon sehr familienfreundlichen Apfelfest. Kinder kletterten, malten, angelten, spielten, lösten Quizfragen, bastelten, hüpften und schauten den Handwerkern bei ihren vielfältigen Tätigkeiten zu.

Natürlich kam auch das Essen nicht zu kurz. Die Kuchentheke sah aus wie das Finale eines WM-Wettkampfs der backenden schwäbischen Hausfrauen und selbstgebackene Kuchen aller Art wanderten zu Legionen über die Theke. Die bewährten Verpflegungsstände offerierten alles, was das Herz begehrt und die Grundschüler der Gottlieb-Rühle-Schule buken Waffeln, dass ihr Zelt rauchte.

Der Löwensteinplatz brummte vor Leben und das an einem diesigen, kalten Oktobertag. Es schien, als habe Mössingen seine lang ersehnte Mitte gefunden. Und zumindest an diesem Tag war es auch so.

Schlendrian

Wer heute bei strahlendem Sonnenschein über die Kugelbeer schlenderte, dem konnte es passieren, dass er auf einem Tischchen vor dem Eiscafé San Marco folgendes entdeckte:

Apfelbecher

Apfelbecher im San Marco

Wer an einem solchen Tischchen saß, konnte seinerseits beobachten, dass Menschen, die gerade noch vorbeischlendern wollten, nun plötzlich ebenfalls vor so einem Apfelbecher saß.

Den Mössinger Apfelsaft gibt’s übrigens gratis dazu.

Äpfel – ganz bestimmt!

Als echtes Highlight der Apfelwoche stellte sich am Tag der deutschen Einheit die im Programmheft gar nicht angekündigte Apfelbestimmungs-Show im Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen heraus. Markus Zehnder, Kreisfachberater des Zollernalbkreises, assistiert von seinem Kollegen Joachim Löckelt, Kreisobstbauberater im Kreis Tübingen, begutachtete sachkundig all die mitgebrachten Äpfel und Birnen.

Apfelsortenbestimmung 1

Markus Zehnder und Joachim Löckelt am Apfelsortenbestimmungstisch

Verblüfft lauschten Laien wie Hobbypomologen den Ausführungen des Fachmanns, der die mitgebrachten Früchte nicht nur nach Form, Farbe, Schale, Stiel, Größe und vielen anderen Details begutachtete, sondern auch stets einen Schnitz davon kostete. Vielfach sachkundig war aber auch das Publikum, das ein ums andere Mal zum gleichen Schluss kam wie Zehnder, war es nun ein Sonnenwirtsapfel, ein Ontario oder eine Nägelesbirne. Nur einmal musste die ganze Runde passen:

Apfelsortenbestimmung 2

Dieser kleine rote Apfel gibt große Rätsel auf.

Sachdienliche Hinweise können gerne hier unten in den Kommentaren gegeben werden.

Rollblitz-WM

Was war denn da los bei Speidel Gartengeräte? Mancher Autofahrer rieb sich heute abend in der Karl-Jaggy-Straße verdutzt die Augen. Hätte er angehalten, wäre er Zeuge einer echten Weltmeisterschaft geworden. Der ersten Rollblitz-WM nämlich, wie der Radiosender SWR4 verkündete. Der nämlich war mit seinem rasenden Reporter Hannes Weikert vom Radiomobil dabei, als groß und klein emsig versuchte, mit der kleinsten Obstauflesemaschine der Welt – schon wieder ein Rekord! – Apfel um Apfel auf dem eigens abgesteckten Parcour einzusammeln. Und es ist wirklich kinderleicht:

Das ist kinderleicht!

Apfel anpeilen und …

… schwupp, eingesammelt.


Wer den Radiobeitrag nachhören möchte – hier ist der Podcast-Link. Natürlich lässt sich auch der Rollblitz jederzeit bei Speidel Gartengeräte begutachten – oder am 7. Oktober auf dem Apfelfest.