Jetzt anmelden!

Wer bei der fünften Mössinger Apfelwoche im Herbst 2016 mitmachen möchte, kann sich auf verschiedene Weise anmelden. Am besten geht dies direkt über unser Online-Formular. Oder Sie drucken unser PDF-Formular aus, füllen es aus und senden oder faxen es uns zu. Bei Fragen einfach direkt mit uns Kontakt aufnehmen.

Unternehmen, die im Programmheft oder auf der Webseite eine Anzeige schalten möchten, finden die notwendigen Informationen dazu in den Mediadaten. Weitere Werbemöglichkeiten auf Anfrage.

Apfelwochenrückblick

Nein, hier kann nicht mehr alles aufgezählt werden, was in der Apfelwoche los war. Aber wir unternehmen mit Martin Wörnle und seiner Kamera einen kleinen Spaziergang durch die freitägliche Stadt.

Die Mössinger Lichtspiele zeigen den großartigen Bienenfilm "More than Honey".

Die Mössinger Lichtspiele zeigen den großartigen Bienenfilm „More than Honey“.

Bei Kühbauch's Quelle gibt es nicht nur "Mössinger"-Produkte zu verkosten, ...

Bei Kühbauch’s Quelle gibt es nicht nur „Mössinger“-Produkte zu verkosten, …

... hier (bzw. auf dem Parkplatz am Freibad) werden auch Äpfel am laufenden Band gesammelt für den nächstjährigen Mössinger Apfelsaft.

… hier (bzw. auf dem Parkplatz am Freibad) werden auch Äpfel am laufenden Band gesammelt für den nächstjährigen Mössinger Apfelsaft.

Bei Lilly Käfer ist nicht nur das Schaufenster apfelig dekoriert, ...

Bei Lilly Käfer ist nicht nur das Schaufenster apfelig dekoriert, …

... auch innendrin : Apfelideen ohne Ende.

… auch innendrin : Apfelideen ohne Ende.

Ein paar Meter entfernt gibt's am Lindenhof-Marktstand 1a Bioland-Äpfel zu kosten.

Ein paar Meter entfernt gibt’s am Lindenhof-Marktstand 1a Bioland-Äpfel zu kosten.

Das Mössinger Apfelmärchen und andere Fachliteratur bei Bücher Schramm.

Das Mössinger Apfelmärchen und andere Fachliteratur bei Bücher Schramm.

Hingucker unterschiedlicher Art: Dessous und Äpfel bei Speidel.

Hingucker unterschiedlicher Art: Dessous und Äpfel bei Speidel.

Auch bei der Spezialitäten-Compagnie: Apfel allüberall.

Auch bei der Spezialitäten-Compagnie: Apfel allüberall.

Apfelig-herbstliche Deko bei Werkzeuge Maschinen Steeb.

Apfelig-herbstliche Deko bei Werkzeuge Maschinen Steeb.

Mehr Apfelwoche geht nicht: Obstanmnahme bei Hermann Streib.

Mehr Apfelwoche geht nicht: Obstanmnahme bei Hermann Streib.

Neugierige Apfelmäuse: Niedliche Dekoration in der Bäckerei Wiech.

Neugierige Apfelmäuse: Niedliche Dekoration in der Bäckerei Wiech.

Verschleudert

Auch wenn die Apfelwoche nächstes Jahr schon fünf wird, gibt es selbst bei alten Apfelwochenhasen immer wieder etwas Neues. So zum Beispiel im Albatros, dem Fachgeschäft für Spielzeug, Holzideen und Krimskrams. Hier hatte Charly Deisböck eine knifflig konstruierte Apfelringschleuder aufgebaut, die regen Zuspruch fand.

Betreten der Baustelle nur für Kinder!

Betreten der Baustelle nur für Kinder!

Schon rollt die Kugel los, ...

Schon rollt die Kugel los, …

... saust durch eine komplizierte Apparatur ...

… saust durch eine komplizierte Apparatur …

... und schleudert dann leckere Apfelringe an ihren Bestimmungsort, den Kindermund.

… und schleudert dann leckere Apfelringe an ihren Bestimmungsort, den Kindermund.

Apfelaphorismus, Jonasjokus und deftige Hausmannskost

Am Apfelwochenfreitagabend fiel die Wahl schwer. Aber ob Bienendokumentarfilm „More than honey“ oder Apfelvorleseabend im Grießhaberschen „Wirtschäftle“ in Öschingen – man konnte in beiden Fällen nichts falsch machen.

Wer sich für die zweite Variante entschieden hatte, musste sich zuerst seinen Platz suchen: der Abend war ausgebucht. Dann galt es noch schnell, Essen und Getränke zu ordern, denn Punkt 19 Uhr stand Jürgen Jonas auf der Bühne – oder besser: saß am literarischen Katzentisch und weigerte sich auch standhaft, während des Vortrags etwas zu essen („dann spucke ich Ihnen Krümel ins Gesicht“) oder auch nur ein klitzekleines Schnäpschen zu trinken („dann weiß ich nicht, ob das mit dem Lesen noch gut geht“).

Apfeldekoriert, hochkonzentriert: Jürgen Jonas bei der Lesearbeit

Apfeldekoriert, hochkonzentriert: Jürgen Jonas bei der Lesearbeit

Dabei war letzteres ein großes Anliegen des radelnden Lokalreporters. Unverständlich, so Jonas, sei es doch, dass es Abwasserzweckverbände zuhauf gebe, wo aber tage der Steinlachtäler Kirschwasserverband?

Der Abend blieb aber nicht bei Lokalkolorit und knitzem Humor stecken. Der Blick weitete sich und in einem Parforceritt durch die Kulturgeschichte des Apfels und seine literarischen Hinterlassenschaften ließ Jonas kaum eine Epoche aus.

Garantiert Bio, ganz sicher regional: Grießhabersches Wurstbrot.

Garantiert Bio, ganz sicher regional: Grießhabersches Wurstbrot.

Das Urteil des Paris. Karl Mayer, der „Reiskamerad“ Uhlands und Dichter der „Wachtel der Zufriedenheit“. „Deutschland alter Apfelbaum“, Uwe Kolbes interpretationsfähige Lyrik. Hitler, apfelessend im Zug nach Salzburg. Natürlich Schillers Vater, der alte Obstbaumzüchter. Und Friedrich selbst, mit faulenden Äpfeln im Schreibtisch und Apfelwuchsdatierungsproblemen im Tell. (Der Jonassche Zettelkasten muss Luhmannsche Dimensionen umfassen.) Ein gesprengter Apfelbaum in Unna. Natürlich Luthers nie zitiertes Apfelbäumchen. Krähende Zapfhähne. David Friedrich Strauß und Gustav Schwab, überhaupt die schwäbische Dichterschule. Bertolt Brecht, Sebastian Blau und das Hohelied Salomos, Goethe und Hegel, jeder hat zum Thema Apfel Erhellendes beizutragen. Oder auch Finsteres wie Hegel, der dem Apfel die großen Katastrophen der Menschheit zuschrieb: Der Sündenfall! Troja!! Newton!!! Da war aber Platon dialektisch schon weiter gewesen, der alte Aphoristiker:

„Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken.“

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Unklar blieb aber auch nach dem letzten Käsebrot die Herkunft der am meisten belachten Vierzeiler des Abends. Von Karl Mayer dürfte er nicht gewesen sein:

Zwei Knaben machten sich den Jokus
und tranken Most im Keller.
Da mußten beide auf den Lokus,
jedoch der Most war schneller.

Zum Glück versprach die Hausherrin eine Wiederholung des gelungenen Abends in der nächsten Apfelwoche. Sonst hätten am Ende die gut gelaunten Zuhörerinnen und Zuhörer den Vortragenden seinw wohlverdiente Fleischwurst nicht entgegennehmen und das zweckmäßige Abschlussschnäpschen nicht vertilgen lassen.

Bunter Bilderbogen

Folgende Apfel-Impressionen erreichten uns aus dem Fachgeschäft für schöne Produkte und coole Ideen, Lilly Käfer:

Apfelwoche bei Lilly Käfer

Apfelwoche bei Lilly Käfer

Äpfel, wohin man auch schaut

Äpfel, wohin man auch schaut

Apfel-Ideen in allen Formen und Farben

Apfel-Ideen in allen Formen und Farben

Zum Abschluss der Apfelwoche gab es dort am gestrigen Apfelfesttag „blechweise“ Apfelkekse, um den Kunden den Besuch noch mehr zu versüßen.

Toll. Grandios. Wunderbar.

Auch der Steinkauz aus dem Kindergarten "Hinter Höfen" ist Apfelfest-Fan.

Auch der Steinkauz aus dem Kindergarten „Hinter Höfen“ ist Apfelfest-Fan.

Diese und ähnliche Wörter gab es gestern immer wieder zu hören beim Mössinger Apfelfest. Von Besucherinnen und Besuchern, von Ausstellern beim Standabbauen, von Kindern, die gerade ihr Baumkletterabenteuer beendet hatten.

Dabei hatte es morgens noch trübe und nass ausgesehen, tropfte es in den einen oder anderen Pavillon. Auch die Apfelläufer starteten früh in die nieseligen Streuobstwiesen. Doch als sie zurückkamen, drückte schon die Sonne durch die Wolken und im Tagesverlauf strahlten Besucher, Veranstalter und Standbetreiber um die Wette.

Und so fiel ihr einhelliges Fazit am Ende des Tages wie oben beschrieben aus: „Toll. Grandios. Wunderbar.“

Nass? Egal! Entspannter Gesichter beim Start zum 4. Mössinger Apfellauf und Apfelwalking.

Nass? Egal! Entspannte Gesichter beim Start zum 4. Mössinger Apfellauf und Apfelwalking.

(Ausführliche Berichte zu Apfelwoche und Apfelfest folgen.)

Saft aus eigener Kraft

Ein paar Spatzen picken Brotkrumen auf, der Briefträger bestückt den großen Briefkasten am Eingang, vielleicht parkt ein zu spät gekommener Mitarbeiter des Regionalverbands sein Auto ein – ansonsten ist der morgendliche Löwensteinplatz eher ruhig.

Anders heute. Wuselige Schulklassen überqueren den Platz in Zweier- oder Dreierreihen, Grundschüler lachen und schnattern, bis sie in der Mitte plötzlich vor einem großen Apparat stehenbleiben und verstummen. Was ist denn das?

„Damit“, erläutert Sven Kremer vom Mössinger NABU, „kann man aus Äpfeln Saft machen“. Und dann dürfen die Schüler dabei helfen, die Äpfel zu waschen, kleinzuhäckseln und zu pressen. Und manches Kind ist erstaunt, wie anders der frisch gepresste Saft schmeckt im Vergleich zu dem aus dem Supermarkt.

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Apfelgenuss ganztägig

Am heutigen Apfelwochen-Dienstag machen wir eine kleine apfelkulinarische Rundtour durch Mössingen.

9:32 Bei der Küferei und Mosterei Streib probieren wir Apfelsaft und beobachten dabei die Obstannahme draußen vor der Tür. Es riecht wunderbar nach Äpfeln.
10:05 Die „Mössinger Apfeltrüffel“ lachen uns schon beim Eintritt in die Spezialitäten-Compagnie an. Passend dazu gibt es einen leckeren Espresso. Wir nutzen die Gelegenheit und nehmen gleich einen „Roten Mössinger“ mit.
10:31 Die Buchhandlung Schramm offeriert Kostproben aus Koch- und Backbüchern. Wir probieren gerne und kaufen gleich das passende Backbuch.
11:11 Der kleine Hunger zwischendurch meldet sich. Zum Glück liegt die Bäckerei Wiech auf dem Weg. Ein süßes Apfelstückle rettet uns.
12:00 Die Glocken von Peter und Paul sagen den Mittag an. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang über den Panoramaweg Streuobst und schauen ins Land. Hier wachsen Äpfel in allen Farben und Formen.
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14:02 Schnell in die Tagespflege Mössingen. Denn hier gibt es heute neben Apfel-Leckereien auch schwäbische Gedichte und Geschichten zu hören.
15:27 Frisch gebackene Waffeln mit Apfelmus locken uns ins MüZe. Weil’s auch draußen ein bisschen frisch war, nehmen wir einen heißen Apfelpunsch dazu. Natürlich akoholfrei und natürlich natürlich.
16:54 Ein Gläschen Mössinger Apfelsaft bei „Kühbauch’s Quelle“ löscht den plötzlich aufkommenden Durst
19:10 Jetzt haben wir aber wirklich Hunger. Schnell in den Gasthof zum Ochsen und das Apfelmenu bestellt. Apfelspalten, Mostsößle und Ofenschlupfer: So muss ein kulinarischer Apfeltag in Mössingen zu Ende gehen.