Wer schießt denn da?

Jeder, der Lust hatte. Und das waren viele am Apfelfeiertag, 3. Oktober beim BSV Steinlachtal.

"Ein rechter Schütze hilft sich selbst." Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene

„Ein rechter Schütze hilft sich selbst.“ Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene

Zu treffen waren – natürlich: Äpfel! Wilhelm Tell wäre begeistert gewesen.

"Früh übt sich, was ein Meister werden will." Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene

„Früh übt sich, was ein Meister werden will.“ Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene

Bilder: Hans Wener

Verfilzt und zugenäht: Apfelfilz in Belsen

`s Lädle aus Belsen lud zum Filzabend ins Haus der Jugend ein und 14 Frauen aus der ganzen Umgebung arbeiteten konzentriert und mit viel Freude an ihren Filzäpfeln. Leider musste mindestens noch einmal so vielen abgesagt werden, denn das Interesse war riesengroß.

Ein kleiner Ausschnitt aus der vielfältigen Apfel-Filzarbeit

Ein kleiner Ausschnitt aus der vielfältigen Apfel-Filzarbeit

Äpfel in verschiedenen Größen und Farben, mit und ohne Wurm und sogar Kirschen wurden gefilzt. Nebenher konnte noch spontan ein Apfellied gesungen und eine Geschichte mit Wurm erzählt werden. Es gab Apfelpunsch, Apfelsaft, Apfelschorle. Zufrieden hatte jede Teilnehmerin zwei Äpfel mit Apfelschnitz gefilzt und bei der Verabschiedung wurde dann gefragt, ob denn das Lädle öfter solche Abende veranstaltet.

Bildschön: Das Apfelmenü im Ochsen

Wer’s nicht selbst probieren konnte, darf hier einen Blick drauf werfen. Fürs im Mund zusammenlaufende Wasser können wir nichts. Da ist der „Ochsen“ zuständig.

Rote Beete Carpaccio mit Feldsalat und glasierten Mössinger Apfelspalten

Rote Beete Carpaccio mit Feldsalat und glasierten Mössinger Apfelspalten

Rehnüsschen rosa gebraten an Mostsößle und hausgemachten Spätzle

Rehnüsschen rosa gebraten an Mostsößle und hausgemachten Spätzle

Mössinger Apfelküchle mit Vanilleeis

Mössinger Apfelküchle mit Vanilleeis

Café Edelbrand

Zu einer genussvollen Reise durchs „Streuobstparadies“ lud am Apfeldienstagabend das Café Pausa am Löwensteinplatz. Der Einladung folgten ca. 40 Interessierte. Umrahmt von feinsten Schwäbischen Spezialitäten aus der Küche des Cafés Pausa wurden sieben Edelbrände aus regionalen Brennereien verkostet, moderiert und präsentiert von der zertifizierten Edelbrand-Sommeliere Angela V. Weis.

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Zum Start – sozusagen als „amuse gueule“ – gab es drei leckere Brotaufstriche (Apfel-Zwiebel-Aufstrich mit Dörrzwetschgen und Rosmarin, Alblinsen-Frischkäse-Aufstrich mit Senf, Birnen-Blauschimmel-Aufstrich mit Thymian), die mit den dazu gereichten Edelbränden (sortenreiner Bohnapfelbrand von der Küferei und Kellerei Holweger aus Täbingen und „Uncle Buddy Obstbrand“ von Schwarzstoff aus Tübingen) zu verschiedensten Kombinationen führten. Die im wahrsten Sinne „geistreichen“ und interessanten Infos zu den jeweiligen Speisen und Brände durch Frau Weis regten zu außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen an.

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Im Birnenbrand-Contest zwischen „Uncle Willy Williamsbrand“ von Schwarzstoff (Tübingen) und dem Kohlbirnenbrand der Brennerei Broch (Starzach-Wachendorf) gab es in Kombination mit einer Mostsuppe mit „Steinlachtäler Most“, Kartoffel, Karotte, Zwiebel, Apfel und Sellerie keinen eindeutigen Sieger. Nur das Urteil „superlecker“.

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Als nächstes wurde mit dem „klaren Mössinger“ ein Bittenfelder Edelbrand des Gastgebers Marcus Hölz verkostet. Aufgrund der weiteren Veredlung mit vier Tagen im neuen Eichenfass und Zusatz von Apfelsaft derselben Sorte könnte der Brand den Vergleich mit einem echten Calvados aufnehmen.

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Zum schwäbischen Vesperteller mit Wurst-und Käsevariationen wurden weitere Spezialitäten kredenzt: ein Kirschbrand der Brennerei Junger aus Gomaringen-Stockach und ein Zibartenbrand der Brennerei Broch. „Zum Vesper sehr gut gepasst“, war das Urteil der Gäste. Doch auch als Begleiter des Nachtischs (Schokoküchlein mit roter Grütze) waren die Brände klasse.

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Als Zugabe des Gastgebers wurde noch ein Quittenbrand des anwesenden Brenners Ralf Steinhilber (Mössingen) probiert, der mit seinem komplexen Aroma und seinem intensiven Geschmack nach Quitten die Edelbrand-Verkostung gebührend abrundete.

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Die hochwertigen Brände zu den regionalen Speisen, kombiniert mit den umfassenden Info von Frau Weis und den interessanten Gespräche und Diskussionen haben den Abend wirklich zu einer interessanten und genussvollen Reise durchs Streuobstparadies gemacht. Die Zufriedenheit aller Beteiligten lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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Unter Wasser

Ziemlich „unter Wasser“ ist das Netzwerk Streuobst in der Apfelwoche und bei der Vorbereitung des Apfelfestes. Darum ging hier mancher vorgesehene Beitrag flöten. Aber eines müssen wir unbedingt hier zeigen: Den Unterwasser-Apfelbaum der Aquarien- und Terrarienfreunde Mössingen. Falls Sie diese Woche noch nicht im Rathaus waren. So sieht’s da nämlich aus:

Foto: Uwe Walz

Foto: Uwe Walz

Bei der Installation gab es noch Problem, die Horst Fries von den Aquarienfreunden so schildert: „Übrigens, unsere Unterwasseräpfel fangen teilweise an zu schimmeln. Ich hatte einen davon zuhause eine Woche unter Wasser getestet, ohne Probleme. Nun hat Herr Müller die Äpfel abgezogen und bringt am Montag andere an! Kriegen wir schon hin.“

Haben sie gut hingekriegt, wie man sieht.

Foto: Uwe Walz

Foto: Uwe Walz

Apfelfestnachrichten

Zuerst die schlechte Nachricht: Das Baumklettern beim Apfelfest muss dieses Jahr krankheitsbedingt leider ausfallen. Zum Glück gibt es dieses Jahr so viel Kinderprogramm wie noch nie.

Bild: Christian Wöhrl

Bild: Christian Wöhrl

Jetzt aber die gute Nachricht: Die Apfelsortenausstellung sprengt 2018 jeden Rahmen. Sage und schreibe 129 Apfelsorten, 37 Birnensorten und 15 weitere Besonderheiten wie Zibarte, Mispel, Kriecherle und Speierling werden ab Sonntag in der PAUSA-Tonnenhalle zu sehen sein. Eine gute Gelegenheit, die eigenen Äpfel mitzubringen, von denen man schon lange wissen wollte, welche Sorte das denn sein könnte, und sie zu vergleichen.

Podium komplett

Die Suche hat sich gelohnt. Für die Podiumsdiskussion im Anschluss an den Film „Das Wunder von Mals“ konnten wir mit Dr. Christian Eichert einen weiteren wunderbar passenden Gesprächspartner finden. Das Podium besteht nun aus:

  • Alexander Schiebel, Filmemacher „Das Wunder von Mals“
  • Jörg Kautt, Kreisobmann des Kreisbauernverbandes Tübingen
  • Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer Bioland Landesverband Baden-Württemberg
  • Moderation: Maria Schropp, Geschäftsführerin Schwäbisches Streuobstparadies

Dr. Christian Eichert ist studierter Agrarwissenschaftler und promovierter Agrarökonom und verfügt über langjährige Forschungs- und Praxiserfahrung im Bereich der Ökolandbau-Politik als auch zum Markt für ökologisch erzeugte Produkte. Seit Sommer 2010 ist Dr. Eichert Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg, dem bedeutsamsten ökologischen Anbauverband in Baden-Württemberg. Er ist außerdem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL e.V.), in der die fünf im Lande tätigen Öko-Anbauverbände Ecoland, Ecovin, Naturland, Demeter und Bioland vereint sind. Damit vertritt Dr. Eichert die AÖL in den für die Agrar- und Umweltpolitik relevanten politischen Gremien der Landesverwaltung.

Feldküchenköche: Anmelden!

logo_drk_212Beim Angebot des Mössinger DRKs – „Kochen und Backen in einer Feldküche“ – fehlte noch ein wesentlicher Punkt: Die Anmeldung. Für die bessere Planung wäre es hilfreich, wenn sich die Interessierten kurz bei Eberhard Bazlen unter eberhard.bazlen@t-online.de oder mobil 0173.9479435 anmelden könnten. Vielen Dank!